Einradhockey ist eine Ballsportart, die auf dem Einrad ausgeübt wird.

Entstehungsgeschichte

Die vermutlich älteste Dokumentation dieser Sportart in Deutschland ist eine kurze Szene in dem Film Varieté (1925), in der zwei Männer auf der Bühne Einradhockey vorführen. In den 1970er Jahren brachte der Japaner Takafumi Ogasawara den Einradhockeysport nach Deutschland.

Regeln

Beim Einradhockey spielen zwei Mannschaften gegeneinander, in jeder gibt es vier Feldspieler und einen Torwart, der jedoch keine besonderen Rechte hat. Er darf jederzeit gewechselt werden. In den Mannschaften dürfen Spieler und Spielerinnen jeden Geschlechts und Alters zusammenspielen.

Es wird mit Eishockeyschlägern und einem Tennisball auf Eishockeytore gespielt. Zugelassen sind Einräder mit Radgrößen bis 24 Zoll. Das Spielfeld ist von einer Bande umgeben und es kann auch hinter den Toren gespielt werden. Einradhockey wird ohne Körpereinsatz gespielt. Es ist untersagt, die Schlägerkelle über Hüfthöhe zu halten oder den Schläger zu werfen.

Ein Foul wird begangen, wenn der Schläger unter oder in das Einrad eines Gegenspielers gerät. Bei normalen Verstößen gibt es einen Eckstoß oder Freistoß. Besonders harte oder unsportliche Verstöße werden mit 2 oder 5 Minutensperren für den betreffenden Spieler geahndet. Wurde durch ein Foul eine klare Torchance verhindert, bekommt die benachteiligte Mannschaft einen Freistoß 6,5 m (ähnlich Elfmeter beim Fußball). Wenn der Ball ins Aus gerät gibt es einen Freistoß vom Rand des Spielfeldes.

Nach einem erfolgreichen Torschuss muss jede Mannschaft in ihre Spielhälfte zurückkehren, in Ballbesitz ist die Mannschaft, die das Tor kassierte, und kann das Spiel nach dem Anpfiff wieder beginnen. Die andere Mannschaft darf erst die Mittellinie überschreiten, nachdem die ballbesitzende Mannschaft dies getan hat.

Ein Spiel umfasst zwei Halbzeiten deren Dauer sich nach dem Turnierplan richtet. Üblich sind 9 bis 20 Minuten pro Halbzeit, oft wird in Turniervorrunden auch eine kürzere Spielzeit mit nur einer Halbzeit verwendet. Steht es nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden und ist eine Entscheidung notwendig (Finalspiel) kann eine Verlängerung gespielt werden oder es gibt direkt ein Penalty-Schießen. Hier wählen die Mannschaften abwechselnd einen Schützen und einen Torwart aus, die gegeneinander antreten, der Schütze startet mit dem Ball an der Mittellinie, während der Torwart im Tor steht. Nach Anpfiff kann der Schütze seinen Angriff starten, darf jedoch den Ball nur vorwärts bewegen. Falls der Ball nach hinten bewegt wird, gilt der Angriff als fehlgeschlagen. Sobald der Schütze angreift, darf der Torwart sich vom Tor entfernen, falls der Torwart den Schützen foult, wird der Angriff erneut gestartet oder der Angriff wird, je nach Situation, als erfolgreich gezählt. Bei einem Foul des Schützen gilt der Angriff als fehlgeschlagen, bei einem erfolgreichen Torschuss gilt der Angriff als erfolgreich. Nach einem beendeten Angriff wechseln die Mannschaften die Schützen und Torwart. Wer nach den ersten 6 Angriffen führt hat gewonnen, danach gewinnt das Team, das einen erfolgreichen Angriff durchführt, während das andere Team einen fehlgeschlagenen Angriff durchführt (Golden-goal).

Quellen

Text

Wikipedia, Die freie Enzyklopädie: Einradhockey. In: https://de.wikipedia.org/wiki/Einradhockey, 12.01.2019.